Uithuizermeeden – Knock

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Der kleine, feine Campingplatz bietet morgens Frühstück an. Wir starten sehr entspannt. Den Campingplatz würden wir am liebsten wieder mal mitnehmen. Kalte Getränke beim Ankommen, übersichtlich, keine Verlaufgefahr, eine gute Stube mit Büchern bei Schlechtwetter, Fön, Seife, freies Klopapier in den Sanitärräumen, Duschen ohne Wertmarken, man und frau schalten einfach an und aus und müssen nicht alle 3 Sekunden auf den Wasserknopf drücken, weils Wasser wieder aus ist. Am besten gefällt uns heute die altmodische aus Kindertagen bekannte, Wäscheschleuder. Wäsche tropfnass rein, schauen wie am Hahn unten die Brühe rausläuft und die Wäsche fast trocken entnehmen. Unsere völlig durchgeschwitzten Radelsachen sind schnell wieder einsetzbar. Das Mitnehmen ist jedoch nicht Sinn der Reise, Bekanntes gibts ja zu Hause.

Wir bewegen uns Richting Emden in Deutschland. Wir weichen von der Orginaltour etwas ab und fahren ein Stück der Dollardroute. Dadurch führt der Hauptteil unserer heutigen Tour von Delfziji bis Ditkum rund um eine Wadenzeebucht, nahe am Wasser entlang. Vom Wasser sehen wir dabei trotzdem nicht viel. Zwischen Radweg und Wasser ist der grüne Deichhügel. Einmal gehts hoch auf den Deich zum Robben ansehen. Ansonsten sehen wir vor allem Schafe. Zuerst holländische, nach der Grenze deutsche: kein Unterschied erkennbar.

Zwischen Ditkum und Petkum verkehrt eine 90 Jahre alte Fähre und überquert die Ems. Wir kommen bei der Fahrt mit einem Radler aus der Gegend ins Gespräch und radeln gemütlich mit ihm der Ems enrlang 10 km bis Emden. Er erzählt viele Geschichten zur Gegend. Vor ein paar Jahren waren in der hiesigen Werft noch 3000 Leute beschäftigt. Jetzt sind es noch ca. 200 und es werden nur noch Schiffe repariert und keine mehr gebaut. Unser Fremdenführer ist 80 und fährt mit Strom. Sehr vernünftig bei dem hier möglichen Gegenwind.

Unser heutiger Campingplatz ist 15 km weiter an der Emsmündung in Knock. Viele Radler landen hier und viele Familien mit  Kinder. Die Anlage ist etwas besonderes, weil er von einem gemeinnützigen Verein betrieben wird. Wir schwatzen ein bißchen, das 5jährige Mädchen aus dem Nachbarshäuschen neben unserem Zelt kommt gleich angelaufen, stellt sich vor, fragt nach dem Namen und erklärt wo hier am Campingplatz was ist. Das ist doch ein gutes Ankommen und auf Zeit zu Hause sein.

Unterwegs nach Deutschland

Camping & Kunst

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