Strömstad – Fredrikstad

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Bei der Abfahrt sitzen die andern Gäste des B&Bs draußen beim Frühstücken. Es ist schön sonnig heute. Wir hatten noch mit einem Stockholmer Pärchen und der sympatischen Gastgeberin geplaudert und kamen deshalb später los. Sie erzählten uns von einer Hauptattraktion Strömstads,  den vorgelagerten Kosterinseln. Sie sind bekannt für ihren besonderen Pflanzen- und Tierartenreichtum.  Einige davon gibt es in Schweden nur auf diesen Inseln. Strömstad ist besonders bei Schweden selbst als Urlaubsziel beliebt. Unter anderem gibt es ein riesiges Meerwasseraquarium. Etliche Gründe um hier länger zu verweilen. Ein ander Mal vielleicht…

Die Route Richtung Svinesund und Grenze ist hügelig und sehr verkehrsarm. Wir können die Wälder- und Felsenlandschaft jetzt mit Sonne erleben. Zwei Tourenradlerpärchen kommen uns entgegen. Vor der Grenze bei Svinesund pausieren wir und geben unsere letzten Kronen aus, bzw wir probierens. Die langen Schlangen im Supermarkt lassen uns schnell wieder umdrehen. Viele Menschen aus Norwegen, die sparen möchten und müssen, machen hier ihren Großeinkauf und fahren mit dem Auto oder Bus zurück. Im Süssigkeitenladen ist es nicht ganz so voll, so können wir uns zumindest mit großen Tafeln Schokolade versorgen.

Kaum sind wir über der gigantischen Swinesundbrücke und in Norwegen, fängt es an zu Nieseln. Der Wetterbericht hatte uns für die nächsten Tage Sonne vorausgesagt. Von daher müssen wir uns erst Mal innerlich umstellen. Wieder den halben Tag im Nieselregen diesmal durch norwegische Wälder radeln. Der Radweg ist hier mit der Nummer 1 auf tiefrotem Grund gekennzeichnet. Es ist flacher wie im ersten Teil heute. Wir sehen außer Wäldern wieder Kornfelder. Die Tour führt teilweise am Straßenrand entlang der 118. In Stadtnähe dann wieder auf gut ausgebauten Radwegen.

In Fredrikstad scheint die Sonne. Wir kommen in einem günstigen Motelzimmer unter, das zum Campingplatz gehört und schlendern Richtung Stadt. Zunächst durchs Gamle Frederikstad, eine Halbinsel mit vielen schönen alten Holzhäusern. Die kostenlose Cityfähre bringt uns in die Neustadt und ins eigentliche Zentrum von Fredrikstad. Wir bummeln durch die Fußgängerzone stadteinwärts und an der schön gestalteten Uferpromenade zurück. In der City stellen wir fest: die Supermarktpreise sin ok. In die Kneipe gehen ist teuer. Das kleine Bier kostet umgerechnet 6,50. Pizza essen gehen ist bezahlbar. Im Supermarkt weist uns der aufmerksame Kassierer darauf hin, dass das was wir aufs Band gelegt haben, keine Milch sondern Dickmilch ist und beschreibt uns die norwegische Milchtüte. Milch heißt auf norwegisch Lett. Die mit 3,5% Fett ist in der roten Tüte. Eigentlich ganz einfach. Er hat wohl immer wieder mit ausländischen Besuchern zu tun, die die Sachen verwechseln.

Beim Rumrechnen stellen wir fest: die 5000km Grenze haben wir nach Göteborg irgendwo auf dem Weg nach Stocken überschritten.

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