Fazit 

Zurück: Bergen – Stuttgart

Wir sind wieder im Alltag angekommen. Zum Abschluss unserer Tour fehlt noch ein kleines Fazit um unsere Erfahrungen zusammenzufassen.

Vielleicht ist ja der ein oder andere hilfreiche Tip dabei für euch dabei, falls ihr eine ähnliche Reise plant.

Die Ausrüstung:

Zu allererst braucht man Fahrräder. Wir haben ein Jahr zuvor zwei neue Räder von der Fahrradmanufaktur gekauft. Ich zähle einfach die wichtigsten Komponenten auf und schreibe dann was dazu.

Karin: T900 mit Rohloff

Bernhard: TX 1200 mit Pinion

Schaltung: Pinion P18 (Super stabil und zuverlässig. Schaltet etwas härter als die Rohloff.)

Rohloff (Super stabil und zuverlässig. Schaltet sehr weich.)

Tip: Vorne ein möglichst kleines Kettenblatt wählen. Der erste Gang kann gar nicht leicht genug sein.

Bremsen: Magura HS33 Hydraulik Felgenbremsen. (Keine Probleme. Ich würde aber auf Scheibenbremsen umsteigen. Die sind in der Zwischenzeit ausgereift und einfach moderner)

Tip: Genügend Ersatzbeläge mitnehmen. In GB nur schwer erhältlich!

Dynamo und Beleuchtung : Nabendynamo von Son bzw Shimano mit Busch & Müller Lumotec IQ2 Luxos mit USB Ladefunktion. Bei beiden reichte der Strom aus um unsere Handys während der Fahrt zu laden, iPhone S6 und Samsung Galaxy S5.

Tip: Zum Laden das Handy in den Flugmodus schalten. Die Sprachnavigation funktioniert trotzdem.

Das Ladekabel (USB-Stecker ) durch die Lenkertasche führen. Sonst korrodiert euch der im Regen weg.

Reifen: Schwalbe Marathon Mondial 47-622. Was soll ich sagen, wir hatten keinen einzigen Platten.

Tip: Gelegentlich den Reifen auf eingedrungene Splitter untersuchen und diese gegebenenfalls aus dem Mantel pulen, damit sie sich nicht langsam zum Schlauch vorarbeiten.

Sattel: Sag ich jetzt nichts zu. Auf jeden Fall vorher mindestens 50 (besser 100) km am Stück bzw. 3-4 Stunden probefahren.

Accessoires:

  • Halter für große Wasserflasche
  • Wasserdichter Handyhalter

Packtaschen: Packtaschen, Backroker und Lenkertaschen von Ortlieb.

Ersatzteile: Habe ich zwar (außer Bremsbacken) keine gebraucht, würde ich aber wieder mitnehmen.

  • Ersatzschlauch
  • Ersatzmantel
  • Ersatzspeichen
  • Kettenschloss

Werkzeug und Wartungsmaterial

  • Kettenöl
  • Alien Multifunktionswerkzeug
  • Zange
  • Tape (Hat gut funktioniert um undichte Satteltaschen abzudichten)
  • Reifenheber
  • Flickzeug
  • Reifenfett
  • Ersatzschrauben

Tip: Ab und zu alle Schrauben prüfen und gegebenenfalls nachziehen. Vor der Fahrt prüfen, ob ihr das richtige Werkzeug für alle Schrauben habt.

Eventuell würde ich noch ein Reparaturset für die Bremsen mitnehmen.

Zelt: Hilleberg Anjan 3 GT. Ein sehr leichtes geräumiges Zelt. Nicht ganz einfach aufzubauen. Aber nach etwas Übung steht es in 10 Minuten. Einen Hammer für die Heringe hatten wir auch dabei.

Tip: Falls ihr das Zelt vom Tau innen trocknen müsst. Das Innenzelt herunterknöpfen und von hinten nach vorne klappen (halb zusammenlegen). Mit einem Funktionstuch innen abtrocknen. Innenzelt wieder hochknöpfen und das Zelt einpacken. Den Footprint dranlassen.

Isomatten: Thermarest mit Pumpsack. Also nicht die selbstaufblasenden. Ich habe jetzt das genau Modell vergessen.

Tip: Das Aufblasen mit dem Pumpsack erfordert etwas Übung. Wenn ihr’s richtig macht, reichen drei mal Pumpen aus.

Schlafsäcke: Zwei Daunenschlafsäcke mittlerer Preisklasse, die wir schon ein paar Jahre haben. Karin hätte einen etwas wärmeren Schlafsack benötigt. Daneben noch zwei Travelsheets aus Seide. Die wiegen fast nichts und sind praktisch bei Hüttenübernachtungen.

Tip: Falls ihr eine festes Dach über dem Kopf habt, lohnt es sich den Schlafsack mal ordentlich zu lüften.

Kleider: Keine Baumwollsachen, nur Funktionswäsche und Icebreakern Merinowolle. Bei der Regenkleidung ist vor allem wichtig, dass sie schnell trocknet. Unbedingt Gamaschen mitnehmen. Für meine Kleider hat ein Lowrider ausgereicht.

Kocher: Trangia mit Antihaftpfanne. Da wir relativ wenig selbst gekocht haben hat der Kocher völlig ausgereicht. Falls ich mehr kochen wollte, würde ich mir evtl noch den Gaseinsatz zulegen. Zur Aufbewahrung von Lebensmitteln haben sich Plastickdosen mit Schraubverschluss bewährt. Auch zwei Kunststoff Schneidbrettchen haben wir oft verwendet.

Taschenlampe: Auf jeden Fall eine Stirnlampe, dann hat man die Hände frei, falls man doch mal nachts etwas erledigen muss.

So, dass war jetzt die Hardware. Kommen wir nun zu den weichen Faktoren.

Apps:

  • Komoot für die Planung und Offline-Navigation
  • Maps.me Offline Karten. Gut für die Orientierung in Städten.
  • Archies Campingplätze in Europa
  • Airbnb, Booking.com, Hostelworld für die Buchung von Übernachtungsmöglichkeiten.

Planung:

Die ganze Tour vorher mit Einzeletappen durchzuplanen hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Im Nachhinein würde ich hier noch mehr Zeit investieren und darauf achten, dass die Touren genauere Anschlusspunkte haben.

Übernachten:

Im Laufe der Tour haben wir hier mehr vorgeplant. Es ist viel entspannter, wenn man nicht abends vor Ort noch eine Unterkunft suchen muss.

Als Faustregel hier: Bei festen Unterkünften bis spätestens 14:00 Uhr buchen. Bei Zeltplätzen/Hütten bis spätestens 17:00 Uhr anrufen.

Tip: Beim Anrufen fragen, ob es eine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe gibt.

Essen:

Soviel und sooft ihr wollt, ihr wedet trotzdem abnehmen!

Morgens: Haferflocken z.B mit Bananen und Honig.  Immer mit Frühstücksbuffet, falls das angeboten wird.

Unterwegs: Schokolade, Bananen, Brot, Eis. Immer einen Nachtisch zum Essen.

Abends: Nudeln, Reis, Pizza, Kartoffeln.

Internet: 

Im Ausland gibt es mehr offene Wlans als in Deutschland. Trotzdem hat es sich als sehr Praktisch erwiesen vor Ort ein lokale Sim (Nur für Daten) zu erwerben.

Tip: In Norwegen müsst ihr euch als Ausländer speziell registrieren. Dazu muss man ein Formular an der Verkaufsstelle der Sim-Karte ausfüllen, welches der Verkäufer dann an den Betreiber Faxen muss. Die Verkäufer wissen das in der Regel nicht!

Reisezeit:

Für uns hat sich die Wahl der Reisezeit als genau richtig herausgestellt. Schottland und England in der Vorsaison. Frankreich bis Dänemark Hauptsaison. Schweden, Norwegen in der Nachsaison. Damit hatten wir in den Gegenden, in denen die Route viel auf normalen Straßen verläuft wenig Verkehr und gute Übernachtungsmöglichkeiten.

Zu guter Letzt:

So, mehr fällt mir im Augenblick nicht ein. Falls jemand Fragen, Anmerkungen, Ergänzungswünsche hat gerne im Blog kommentieren.

2 Gedanken zu “Fazit 

  1. Wow! this is awesome. I’m doing some research on this route, i’m planning on cyclying from Belgium to Norway next year. I was wondering if you can guide me on average costs and on how many days do you think i will need. Thanks!

    1. Hi Raúl, thanks for flattering.
      I’ll try to answer your questions and hope you’ll find it useful.
      About the costs: We spent about 40€ a day per person including food and accommodation. Half time camping on campsite, half time hostels, airbnb, b&b. We didn’t try to cut costs too much, for this was some kind of live time experience. But if you are short of money, try warmshowers and camping in the wilderness. Do not save money for your equipment!
      Distances: We cycled at average 80 km and 500 m height per day. 79 days cycling 10 days off. I planed all routes with komoot (a navigon app for hiking and cycling). We didn’t use paper maps. Maybe a bit slower pace would have been better. You can find all our tracks at the komoot website. They have some glitches, so consider the tracks as planing base.
      We have been quite lucky with the weather.
      Enjoy your ride.

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