Am 14. Juni ist in Tirol Herz Jesufest. In den Ortschaften sind Menschen mit Trachten und Blasinstrumenten unterwegs. Wie sehen auch eine Prozession mit einem Banner. Das Fest geht auf ein Gelöbnis von 1796 zurück, bei dem Tirol Beistand gegen die Truppen Napoleons erbat. Es wird am 2. Sonntag nach Fronleichnam gefeiert.
Wir haben so die Möglichkeit die hiesigen Trachten zu bestaunen.
Heute erwartet uns unsere letzte Bergetappe. Der Reschensee ist ca 40 Radkilometer und 1000 Hohenmeter entfernt Solange geht es bergauf. Ganz besonders gespannt bin ich auf die 11 Kehren zwischen Martina und Nauders. Sie sind laut Bernhard mit Nummern versehen, so daß man immer genau weiß, wie weit es noch hoch geht.
Bis zu den Kehren dürfen wir noch schön Mal rechts Mal links vom Inn radeln. Das Radeln am Inn entlang mit den Blicken auf den Fluß und den zahlreichen Brückenüberquerungen ist uns schon sehr ans Herz gewachsen und wir haben fast etwas Abschiedsschmerz den türkisen Fluß mit Bergpanorama wieder zu verlassen.
In der Klause der Altfinstermünzburg pausieren wir. Dann geht’s einen sehr steilen Hang hoch.
(wir müssen wegen einer Baustelle von der Route abweichen) dann wieder genauso steil runter.
Ab Martina beginnen die Kehren. Im ersten Gang schleiche ich den Berg hoch. Bei Kehre 9 bin ich kräftig am Fluchen – der Abstand zwischen 10 und 9 ist ewig. Wir werden von vielen Autos mit Huckepackfahrrädern überholt. Heute am Sonntag sind auch viele Motorräder unterwegs und erfreuen sich am Kurven fahren. Zum Glück ist es wolkig, auch ohne Sonne rinnt der Schweiß beim Hochfahren. Von den überholenden Ebikern und Ebikerinnen erhalte ich wieder viel Aufmunterung. Nach einer guten Stunde bin ich oben. Bernhard wartet schon auf dem Gipfelbänkle.
Auf der Norbertshöhe kurz hinter der Kehre 1 machen alle Pause und bejubeln die Neuankömmlinge.
Einen Sonderapplaus erhält ein Papa, der mit Biobike und Kinderanhänger hoch geradelt ist.
Unsere Route führt noch lange am Reschensee entlang. Dann gibt’s die Abfahrt nach Glurns.
Der Radweg ist separat zur Straße. Da es rasant abfährts geht, gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30. Hin und wieder sind auch Meßstationen am Wegrand mit smilies wenn man unter 30 bleibt.
Unser Etappenziel Glurns ist eine Minikleinstadt mit einer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer. In einem der alten Gebäude an der Stadtmauer kommen wir in einem Privatzimmer unter. Wir werden sehr nett und familiär empfangen und ziehen in ein kuscheliges Turmzimmer ein.
Abends nach Essen und Bummeln durch das mittelalterliche Städtchen sehen wir noch vom Fenster aus eins der Feuer, die traditionell zum Herz Jesu Fest in den Bergen angezündet werden.
Ein gelungener Abschluß für einen erfüllten Tag.









































