Olav 32 Brekka – Trondheim

Unterwegs beim Gehen tauchen nochmals viele Bilder der vergangenen Touren vor dem inneren Auge auf. Die grünen Hügel mit den schönen alten Gehöften im Hageland, das Schlendern am Mjosasee, das wildromantische Gudsbrandsdalen mit seinen steilen Wegen, das Dovrefjell in der Hitze und bei Nebel, der Gang übers Hochmoor, schließlich das Ankommen am Meer. Wir haben soviele wunderschöne Landschaften durchstreifen dürfen und hatten bei all dem den Wettergott fest an unserer Seite.

Die heutige Tour verläuft auf angenehm einfach zu gehenden Wegen. Wir variieren etwas und gehen beim Skisportgebiet Granåsen vorbei. Hier wird gerade eifrig gebaggert und umgebaut. Die Sprungschanzen sehen ziemlich neu und noch nicht ganz fertig aus. Das Café hat leider zu.

Vier Kilomter vor dem Ziel können wir im Trondheimer Freilichtmuseumscafe jedoch ausgiebig pausieren. Wir wollen die letzten Kilometer ausgeruht und mit Genuß aufs Ziel zugehen. Der Nidarosdom ist von einem Aussichtspunkt aus bald nach dem Museumscafebesuch zu sehen. Der Blick über den Fjord die Stadt und die Hügel rund um die Stadt ist famos, wir lassen uns viel Zeit beim Abstieg auf einem steilen Serpentinsträßchen und halten immer wieder an um zu schauen. Ein junger Pilger, der trotz großem Rucksack leichtfüßig und flott unterwegs ist, überholt uns fröhlich. Beim Abholen des Pilgerbriefs im Pilgerzentrum erfahren wir, daß der junge Mann die Tour in 20 Tagen und mit teilweise 40 km pro Tag gelaufen ist.

Das hätten unsere etwas älteren Füße und vor allem Zehen gewiss nicht mitgemacht. Wir sind auch mit unseren 32 Touren, 688 km und 14000 Höhenmetern ganz zufrieden.

Um die Magie des Ankommens noch zu erhöhen begrüßt uns Trondheim mit einem wunderschönen Regenbogen.

Was soll man sagen: das Wandern auf dem Olavsweg war großartig und wir werden uns sicher noch oft an viele schöne Begebenheiten und Begegnungen erinnern. Danke liebes Norwegen, dass du uns so reich beschenkt hast.

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