Suleskard – Lysebotn

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Unsere Hütte im Fjellsenter ist geräumig und gemütlich. Hier könnten wirs gut länger aushalten. Eine Versorgungsmöglicheit, die Fjellbutiken mit einem sortimentreichen Supermarkt, gibts gleich gegenüber. Es ist sonnig, wir frühstücken ausgiebig und lassen uns Zeit mit der Abfahrt.

Abenteuerlustige Menschen können sich hier in der Gegend austoben. Es ist möglich auf einem großen Stein zu stehen, der in 1000 Meter Höhe zwischen zwei Felsen eingeklemmt ist. (Kjeragsbolten). Die Füsse 600 Meter über dem Abgrund baumeln zu lassen gehört für Manche schon fast zum Norwegenpflichtprogramm. (Preikestolen). Sprünge mit dem Fallschirm von Objekten (Basejumping) können ebenfalls hier am Lysefjord erfolgen. Für Biker mit und ohne Motor gibts als  letzten Abschnitt am Ende unserer heutigen Tour den 8 km langen Abstieg des Lysevegen zum Lysefjord. Er führt mit seinen 27 Haarnadelkurven den Berg runter nach Lysebotn. Ein Tunnel mit Kurve ist auch dabei. Das insgesamt 25,5 km lange Sträßchen wurde als Versorgungsweg für die Wasserwerke Tjodan 1984 gebaut und ist inzwischen eine der touristischen Attraktionen.

Der Verkehr auf der Route ist nicht übermäßig.  Die ersten 25 km fahren wir auf der einspurigen Staße mit Ausweichstellen meistens bergauf. Steilere Abschnitte sind auch dabei. Wir halten häufig an, weil die Landschaft so atemberaubend schön ist. Felsen bewachsen mit niedrigen Sträuchern und hellem Moos, Bächlein, Seen, Wasserfälle, Schafe. Je höher wir klettern, umso karger wird es. Es ist oben auch einige Grad kühler. Der höchste Punkt ist auf 932 Meter Höhe. Hier ist ein Parkplatz mit Infotafel zum Bau der Straße.
Bevor es wieder bergab geht, machen wir am Øygardstøl-Kjeragcafe eine kleine Pause und bewundern mit vielen anderen Touristen aus aller Welt den Rundblick. Kurz davor beginnen die 27 Kehren abwärts. Vom Cafe aus kann man sie gut sehen.

Was soll man sagen: es macht Riesenspass dort langsam runterzurollen. Schnell ist hier eh keiner unterwegs.  Wir sehen aufwärts auch Fußgänger hochlaufen und immerhin einen Radler, der die durchschnittlich 10% Steigung hochfährt. Innerhalb der 8 km werden 800 Höhenmeter Unterschied zurückgelegt.

Runterwärts braucht man vor allem gute Bremsen. Autos sind wenig unterwegs und langsam. Auch die Motorradfahrer lassens hier langsam angehen. Der Tunnel gegen Ende  ist beleuchtet, führt abwärts macht eine Kurve und hat gute Ausweichmöglichkeiten. Auch hier kommen uns wandernde Fußgänger mit Stirnlampen entgegen.

Kurz nach dem Tunnel sind wir unten am Fjord. Friedlich und still liegt er vor uns in der Sonne mit mächtigen Felsen an der Seite. Wir relaxen mit Blick auf diese Idylle.Wir sind uns einig:  Eine gigantische Tour, die wir sicher in Erinnerung behalten werden.

2 Gedanken zu “Suleskard – Lysebotn

  1. Liebe Karin, lieber Bernhard, es ist ja bekannt, dass Norwegen schön sein soll, aber eure Fotos haben meine Erwartungen weit übertroffen! Es freut mich sehr, dass ihr das erleben könnt. Herzliche Grüße vom Burgholzhof. Heute werden über 30 Grad Celsius erwartet. Ein stabiles Hoch beschert uns nochmal mindestens eine Woche Sommer. Bis bald im Ländle, Uli und Wolfgang

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