Risør – Grimstad

Zurück: Kjønnøya – Risør    Vor: Grimstad – Kristiansand

Das Risør Pensjonat ähnelt vom Preis und der Ausstattung einer Jugendherberge. Es wird gerne von Tourenradlern genutzt. Außer uns sind noch zwei italienische Radlerinnen hier untergekommen. Die Betreiberin meint in Norwegen wird trotz der Hügel im Sommer gerne Rad gefahren. Die wenigen sonnigen Stunden ist man gerne draußen unterwegs. In und rund um die Ortschaften gibt es häufig breite Rad- Fußwege. Sie beginnen, wenn der Verkehr zunimmt ca 5 – 10 km vor den größeren Orten. Meist ist eine breite Spur auf einer Seite für beide Richtungen vorgesehen, auf diese Weise ist genügend Platz für Fußgänger, Radler und  Jogger. Das erleichtert das Radeln hier sehr.

Beim Frühstück erzählen uns die italienischen Radlerinnen, dass sie vor zwei Tagen ebenfalls an einem Fähranleger standen und einen Hinweis vorfanden: Fähre fährt nur bis 14. August. Sie konnten sich und die Räder in den Bus packen und kamen so zum Ziel. Unterwegs treffen wir wieder mehrere Tourenradler.

Die Route heute führt uns zuerst an vielen Sonnenglitzerfjorden vorbei auf einer hauptsächlich einspurigen verkehrarmen Straße nach Tevdestrand. Wir erleben die norwegischen Autofahrer uns gegenüber als geduldig und rücksichtsvoll. Das Fahren auf diesen kurvigen Sträßchen ist für Autofahrer sicher nicht einfach. Wir treffen auch drei kleine Laster unterwegs. Sie müssen an einer Stelle ganz schön manövrieren. Die Strecke malerich und angenehm zu fahren. Es geht den ganzen Tag konstant sanft bergauf und bergab. Vor Tevdestrand fahren wir erstmals durch einen kurzen beleuchteten Tunnel. Wir können aber den schmalen Gehweg an der Seite nutzen.

Das 30 km von Tevdestrand entfernte Arendal ist ein etwas größerer Ort mit vielen Kneipen und Cafes am Hafen. Von dort führt ein 20 km langer Rad-Fußweg durch stärker besiedeltes Gebiet nach Grimstad.

Wir kommen dort am Campingplatz in einer Hütte unter. Der Campingplatz hat 5 Sterne. Wir rätseln ein bisschen rum wieso. Die Frau an der Rezeption sprüht nur so vor herbem, norwegischem Rustikalcharme. Keinesfalls käme ihr die Idee in den Sinn uns Duschmarken zu schenken wie im sternelosen Kjønnøya oder uns nur den halben Preis zu berechnen wie im 3-Sterne-Nevlunghavncampingplatz. Hier kostet alles extra und wir bezahlen fürs Dosenbier 7 Euro pro Dose. Fjordblick gibts auch nicht. Nächstes Mal nehmen wir wieder weniger Sterne.
Nichtsdestotrotz: Unser Hüttchen ist einfach und nett. Die günstigen kleinen Hütten sind in der Nachsaison eher frei und eine gute Alternative zum Zelten. Nachts wird es schon recht kühl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.