Göteborg

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In Göteborg übernachten wir zwei Mal in einem Privatzimmer. Wir hatten über Hostel.com gebucht und ein Hostel erwartet. War aber nicht so. Als wir Abends vor der Tür stehen, sind wir einigermaßen verwirrt; nirgends ein Hostelschild. Eine junge Frau, die aus dem Haus kommt, meint: nein hier ist kein Hostel, nur Appartements. Wir setzen uns zum Klären ins Filmhauscafe. Es ist kalt und windig und wir sind verschwitzt. Zunächst können wir telefonisch auch niemanden erreichen. Der Gastgeber war später am Telefon ebenfalls irritiert. Wir haben seinen Saunabesuch abgekürzt. Wir kamen ohne Vorankündigung deutlich früher an. Da wir ja dachten, wir sind im Hostel, hatten wir uns von unterwegs nicht mehr gemeldet. Die Missverständnisse wurden aufgeklärt. Das Zimmer ist schön, preisgünstig und sehr zentral gelegen. Wir haben ein eigenes Badezimmer. Unser Gastgeber war dafür die Räder in der Wohnung abzustellen. Das Filmhauscafe,  die Zuflucht vor dem eisigen Wind, wirkte nett. Dort gehen wir Abends noch lecker Essen.

Es ist herbstlich kalt, die schicken Göteborgerinnen haben Daunenjäckchen übergezogen. Manche auch den Wintermantel zu Sommerballerinas. Wir buchen deshalb für die nächste Station am Mittwoch, Stocken, beim schwedischen Jugendherbergswerk ein Zimmer vor. Mal nachsehen, ob es so aussieht, wie wir uns ein Jugendherbergswerkzimmer vorstellen.

Wir schlendern im kühlen und schönen Göteborg, durch den Park der Göteborger Gartenförderungsgesellschaft zum Lilla Blommen, durchs Kronhuset, dort wird Schokolade für den einen und ein Butterflykettchen für den andern Tourer geshopped. Anschließend gehen wir bei Officefood gut und günstig gegessen. Sie haben nur von 11:00 – 14:00 Uhr geöffnet und sind gut genutzt als Mittagstisch. Guter Service in Schweden: Wasser, oft mit Zitrone, gibt es kostenfrei immer dazu.

Um die Ecke ist das medizinhistorische Museum. Inhalt des Museums: Wandel der Einstellungen zu Krankheit und Gesundheit und Veränderungen bei Behandlungsmethoden. Wie stark Ideologien  und religiöse Vorschriften über Jahrhunderte den medizinischen Fortschritt behinderten wird gut dargestellt. Es gibt eine Broschüre auf deutsch – sehr interessant und empfehlenswert. Die Geschichte der Psychiatrie in Schweden hat einen eigenen Raum.

Als Fußgänger muss man in Göteborg gut acht auf die Radler geben. Sie haben Vorfahrt und sind in der Stadt rasant schnell unterwegs.

Als Abschluß des entspannten Tages finden wir fürs Abendessen schräg gegenüber des Centralbahnhofs einen Japaner zum Ramen (Nudelsuppe) essen.

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