Burnham Market – Costessy

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Ganz nett wird uns noch von dem älteren Ehepaar und dem Besitzer des Campingplatzes nachgewinkt. Mit dem Ehepaar hatten wir uns noch beim Spülen am Trinkwasserschlauch unterhalten. Sie waren oft in Deutschland und sind vor langer, langer Zeit von Passau nach Wien geradelt. Damals waren viele Flüchtlinge aus Bosnien auf der Route unterwegs, so dass in einem Hotel komplett das Essen ausgegangen war. Ihr Faible für Deutschland hängt auch damit zusammen, dass sie zu Kriegszeiten einen vetwundeten deutschen Soldaten für 5 Jahre auf ihrer Farm hatten. Daraus ist dann eine lebenslange Freundschaft entstanden.

Sie meinten noch, leider wäre von der deutschen Sprache nichts übrig geblieben, sie hätten sich nur die Flüche des Deutschen, wenn der Traktor nicht anlief gemerkt: so ein gottverdammter Sch…, das könnten sie aber im Alltag nicht so oft verwenden. Kann man sich denken bei einem so freundlichen Päarchen.

Die heutige Route ist wieder wie gewohnt hügelig. Hier blüht alles, wir haben Rosenduft in der Nase.

In Fakenham gehen wir in ein Cafe mit vielen ca 80jährigen adrett hergerichteten und altmodisch englisch gekleideten Ladies und Gentlemen. Hier nehmen wir unser Lunch ein.

Wir haben nämlich fest gestellt, dass das Vorhandensein von alten Damen und Herren der beste Indikator für gutes Essen und super Nachtischen zu akzetablen Preisen ist.

Ab Reepham fahren wir wieder mal auf einer alten Eisenbahntrasse durch den Wald.

Wir sind leider etwas angespannt weil wir die Herbergssuche noch nicht gut gelöst haben. Zunächst bekommen wir von einem Einheimischen den Tip an der Hauptstraße entlang zu fahren, dort gäbe es viele B&Bs. Die Anzahl ist allerdings Null. Der nächste Versuch, ein auf der Karte eingetragenes Hotel zu finden, schlägt auch fehl. Also weiter zu anderen, die wir auf dem Plan haben. Hier finden wir ein Haus mit dem erhofften Schild. Auf mehrmaliges Klingeln bellt nur ein Hund. Auch bei der angegebenen Telefonnummer meldet sich nur der AB. Wir radeln ein paar Meter weiter zu einer anderen auf der Karte angegebenen Unterkunft. Hier finden wir leider auch nichts. So wie es aussieht sind viele B&Bs nur noch Online buchbar und von außen nicht gekennzeichnet. Wir drehen um und machen uns auf den Weg zur letzten auf der Karte angezeigten Möglichkeit in der Gegend. Da sehen wir aus dem B&B mit dem Schild einen älteren Herren mit einer Kaffeekanne kommen. Wir sprechen ihn an und tatsächlich gibt’s noch ein Zimmer für uns.

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